Ein Naturerlebnisbad als Alternative zum Chlorbad!

Für ein Naturerlebnisbad sprechen 2 Vorteile:

1. das Bad kommt ohne Chemie aus,

2. die jährlichen Betriebskosten sind deutlich niedriger als bei einem konventionellen Chlosbad

 

Nach den unseren Vorstellungen muss das neue Freibad folgende Kriterien erfüllen:

· nachhaltig und ökologisch….wie unsere Stadt

· Gesundheitlich unbedenklich, Raum für alle Generationen bieten

· Barrierefrei und gut zugänglich sein; damit auch behinderten oder älteren Menschen das Bad gut nutzen können

· Familienfreundlich sein

· Lebendiges Freibad sein

· Ein Angebots- und Erlebnisraum für Schul,- und Kita – Kinder sein

· Der zukünftigen Entwicklung des Freiburger Westens gerecht werden

· Geringe Investitionskosten verursachen

· Geringe und planbare jährliche Betriebskosten verursachen

· Das gesamte Freibadgelände in die Planung miteinbeziehen

· Das vorhandene Kinderplanschbecken ist zu integrieren

· Platz für Schwimmer und Nicht-Schwimmerbecken bieten

 

Bei der Konzeption haben wir das Naturerlebnisbad in Murg als Beispiel gewählt:

 

Die Vorteile eines Naturschimmbades

·        das Naturschwimmbad kommt ohne Chemie aus

·        ein Naturerlebnisbad im Freiburger Westen wäre in dieser Form einmalig in Freiburg und würde als ökologische und gesunde Bad-Alternative einen weitaus   größeren Besuchermagneten darstellen, wie ein herkömmliches Allerweltsbad. Durch dieses Alleinstellungsmerkmal könnten die Einnahmen erhöht werden, was zu einer deutlichen Steigerung des Kostendeckungsgrades führen wird.

· Die Herstellungs- und Unterhaltskosten des Naturbades sind deutlich geringer

 

 

Wie funktioniert das Naturschwimmbad?

Ein Naturschwimmbad ist eine naturnahe, künstlich angelegte Wasserfläche, die in einen Badebereich und einen bepflanzten Regenerationsbereich (Filterbereich) unterteilt ist. Der Schwimmbereich steht den Badegästen zur Verfügung, der Regenerationsbereich dient der Wasseraufbereitung.

 

Die Oberflächen des Schwimm- und Regenerationsbereichs sind in etwa gleich groß, sie werden unter Wasser durch Erdwälle oder Mauern getrennt, oder die beiden Bereiche sind in zwei getrennten Becken untergebracht (Zweikammersystem). Alle diese baulichen Maßnahmen ermöglichen jeweils eine getrennte Wartung und Entleerung der beiden Bereiche und sind zugleich eine Barriere für die Badegäste. An der Wasseroberfläche markieren Absperrungen aus Schwimmhölzern oder Bojen diese Trennlinie.

 

Die Badegäste erreichen den Badebereich über Holzstege und Beckenzugänge wie im herkömmlichen Bad, sowie über gekieste Flachufer.

 

Das gesamte Bad ist zum Untergrund hin abgedichtet. Es besteht keine Verbindung zum Grundwasser.

Pflanzenfilter

Der Pflanzenfilter besteht aus einem bepflanzten Filterbeet, das mit einem speziellen Filter-substrat befüllt ist. Das Wasser strömt langsam von oben nach unten durch den bepflanzten Boden und wird dabei auf natürliche Weise gereinigt:

 

  • Die Poren des Pflanzenfilters sind so fein, dass selbst kleine Partikel aus dem Wasser gefil­tert werden. Das wichtige Zooplankton kommt dabei nicht zu Schaden.

 

  • An der Oberfläche der Filterkörner entsteht ein "Biofilm", der die organischen Verunreini­gungen abbaut.

 

  • Auch Bakterien und Krankheitskeime werden aus dem Wasser entfernt.

 

  • Die Pflanzenwurzeln halten das Filtersubstrat dauerhaft durchlässig.

 

  • Ein Wechsel des Filtersubstrates ist nicht notwendig, da die frei werdenden Nährstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden.

 

Durch diese Pflanzenfilterpassage können Belastungsspitzen sehr effektiv aufgefangen werden.

Kosten:

Bei einem Naturschwimmbad ist der Herstellungsaufwand, vor allem aber auch der laufende Betriebsaufwand, deutlich geringer als bei einem konventionellen Schwimmbad. Gründe hierfür sind der Verzicht auf eine aufwändige Technik zur Wasseraufbereitung und natürlich ablaufende Prozesse genutzt werden können.

 

Für das beispielhaft genannte Freibad in Murg betrugen die Baukosten (Rückbau und Sanierung altes Bad und Gebäude, Neubau Eingangsbereich mit Kiosk und Außenbewirtung, Außenanlagen und Kinderbecken) insgesamt 2,3 Mio EUR (Jahr 2009). Der jährliche Zuschussbedarf beträgt rd. 460.000 EUR (Haushaltsplan 2013). In diesen Betriebskosten sind die hohen Abschreibungen, die für das neu gebaute Schwimmbad vorzunehmen sind, bereits enthalten. Daneben ist zu berücksichtigen, dass deutlich niedrigere Eintrittspreise als in Freiburg verlangt werden.

 

Für das Westbad kann grundsätzlich von einem deutlich geringeren Investitionsaufwand auszugegangen werden, da z.B. der Eingangsbereich/Kiosk beim Hallenbad bereits vorhanden ist. Für den Betriebsaufwand ergeben sich natürliche Synergieeffekte und ein sehr erhebliches Einsparpotenzial, da z.B. Aufsichtspersonal und bädertypische Einrichtungen und Anlagen beim Hallenbad bereits vorhanden sind und mit eingesetzt bzw. mitgenutzt werden können.

 

Wasserqualität:

 

Die Wasserqualität wird regelmäßig durch Untersuchungsinstitute überprüft, so dass eine einwandfrei Wasserqualität gewährleistet und ein unbedenkliches Baden möglich ist.